Ausrüstung

Wie oft wird man doch als Fotograf gefragt: „Mit was fotografierst du?“, „Was ist das für eine Kamera?“ oder „Welches Objektiv verwendest du?“. Damit zumindest diejenigen unter euch, die hier landen, nicht mehr fragen müssen. Hier ein Auszug aus meiner Fototasche(n):

 

Canon EOS 5D Mark III

EOS 5D Mark IIIIch weiß noch, wie ich mit meiner kleinen Ixus angefangen habe die ersten Fotos zu machen. Schon damals hatte ich mich nach kurzer Zeit in CANON verkuckt und das Verlangen nach MEHR entwickelt. Mehr Bildqualität, mehr gestalterische Freiheit, mehr Technikfirlefanz, von allem sollte es einfach mehr sein. Das geht natürlich nur mit einer DSLR. So kam meine erste in Form der 550D, über eine 700D, zur 5D Mark II bis hin zu meinem heutigen Topmodell der Mark III. Sie bietet mir mit ihren schönen 22,3 MP auf Vollformat (36mm x 24mm) genug Spielraum für Freistellungen und ist so meine erste Wahl für Shootings oder Großaufträge wie Hochzeiten.

Besonders gefällt mir ihre Haptik und das Magnesiumgehäuse. Der größte Vorteil für mich ist aber, dass ich durch den zweiten Kartenslot immer ein Backup habe, was zuvor keins meiner Modelle lieferte. Jetzt kann ich Hochzeiten etc. fotografieren und mir sicher sein, dass ich danach noch alle Bilder habe, selbst wenn mal eine Karte den Dienst versagt mittendrin.

 

Canon EOS 7D Mark II

EOS 7D Mark IIAus einer Kurzschlussreaktion heraus hat sie den Weg in meine Tasche gefunden. Bisher hatte ich immer als Backup bzw. im Club meine „alte“ 700D im Gepäck. Das hat mir im Grunde gereicht, doch war sie mit 70.000 Auslösungen langsam auf dem Weg Richtung „Mirror Death“. Wie das Schicksal es so wollte, meldete sich zufällig ein ehemaliger Klassenkamerad und CANON-Mitarbeiter bei mir, ob ich denn mal wieder eine neue Kamera brauchte.

Nicht lange überlegt sagte ich ja und zwei Wochen später ist sie mir ins Haus geflattert. Die 7DM2 ist nun mein Backup zur 5DM3 und als Eventkamera immer mit von der Partie. Sie bietet mit ihrem 20,2 MP fast die Auflösung der großen Schwester.

Besonders gefällt mir der schnelle, treffsichere Fokus bei sagenhaften 10 Bildern/s. Der Nachteil von weniger Freistellung durch APS-C (22,4mm x 15,0mm) fällt in Ihrem Einsatzgebiet kaum ins Gewicht und selbst bei ISO3200 ist noch kein Rauschen in Sicht.

 

Sigma 18-35mm 1.8 DC HSM [Art]

Sigma 18-35mm / 1.8 DC HSM [Art]Der Allrounder für das „Schnellfeuergewehr“ ist die erste Linse der ART-Reihe in meinem Besitz.

Aus dem Wunsch heraus wieder Videos in Clubs und auf Festivals zu drehen, aber nicht genügend Lichtstärke zu haben, ging die Suche im Internet los. Durch Zufall war gerade einige Wochen zuvor das 18-35er auf dem Markt gelandet. Nach einigen positiven Rezensionen und Tests gleich die Geldkeule geschwungen und eine Bestellung beim Fotohändler meines Vertrauens abgesetzt. Heute würde ich es durch nichts ersetzen (außer vielleicht ein 18-50mm 1.8 *grins*) und es ist meiner IMMERDRAUF an Crop!

Mittlerweile hat das gute Stück sogar einen großen Bruder in Form des 50-100mm erhalten und wurde in mehrstündigen, mühevollen Sitzungen mit dem USB-Dock einer punktgenauen Fokusjustierung unterzogen. Nur mit aktuellen Zeiss-Linsen liese sich momentan ein besseres Fotoergebnis erzielen.

An dieser Stelle muss ich mich bei einem Kollegen Michael Seyffer (https://www.facebook.com/SeyfferPhotography) der mich damit „angefixt“ hat. Zukünftig werden wohl noch andere Linsen aus der ART-Serie dazustoßen.

 

Tamron SP 15-30mm 2.8. Di VC USD

Tamron SP 15-30mm / 2.8. Di VC USD Das Tamron deckt mit einem Zoombereich von 15mm sowohl Landschaften im Ultraweitwinkel-Segment ab, bishin zu 30mm-Aufnahmen für Motive die Geschichten erzählen wollen. Gekauft hab ich mir die Linse hauptsächlich für kreative Portraits im umstrittenen Weitwinkelformat, ich erwische mich aber immer öfter dabei, dass ich doch einige Natur- und Architekturbilder ab vom Shooting mache. Die Abbildungsleistung des Tamrons steht auf alle Fälle der L-Serie in nichts hinterher bzw. übertrumpft sie sogar manchmal.

 

Sigma 15mm 2.8 EX Fisheye

Sigma 15mm / 2.8 EX FisheyeMein aller erstes Sigma extra nur für Vollformat (damals noch die 5D Mark II). Bis heute hat es nicht viele Einsatzzwecke gesehen, aber die paar Fotos die ich damit gemacht habe, gehören bildgestalterisch definitiv zu den Besten meines jungen Handwerks. Sei es das Pärchen mit Beinen so lang, dass jedes Model neidisch wird oder das düstere Wintergebarren im Olympiapark.

Besonders hervorheben muss ich den Nahbereich, der mit 10cm zur Sensorebene faszinierende Effekte erzeugt und als „verrücktes Makro“ einen schon manchmal zum Schmunzeln bringt.

 

Canon EF 100mm / 2.8 USM Macro

Canon EF 100mm / 2.8 USM MacroEine günstige Portraitlinse mit genügend Freistell-Möglichkeit und hervorragender Bildqualität. Das war der Ausgangsgedanke, welcher unweigerlich am 85/1.8 bzw. 100/2.8 vorbeiführte. Doch was hat mich von der typischen Portaitbrennweite (85mm) hin zum 100mm Tele getrieben – es war die zusätzliche Funktion: MAKRO.

Obwohl eine niedrigere Blende für besseres und weicheres Bokeh gesorgt hätte, ist der Unterschied doch relativ gering, während Bilder im Maßstab 1:1 fotografieren doch einen Gewissen zusätzlichen Reiz liefert.

 

Weitere Objektive

Ansonsten haben sich noch einige andere Gläser wie das Sigma 35mm 1.4 HSM [Art], das Sigma 150-600mm 5.0-6.3 DG OS HSM [C] oder das Canon 135 2.0 USM zum Portfolio gesellt und werden mal mehr und mal weniger genutzt.

 

Jinbei HD-II 600v mit K-90 Octabox

Jinbei HD-II 600-VFrühjahr 2017 wahr es endlich soweit und ich habe den Kostenschritt in Richtung portablen Studioblitz gewagt, nachdem Systemblitze doch ein gewisses Leistungsdefizit besitzen. Für den Jinbei habe ich mich entschieden, da er günstig im Einkauf ist und dennoch von vielen Profifotografen empfohlen wird. Es muss nicht immer eine Profoto sein 😉

Abgerundet wurde bzw. wird das ganze noch durch die K-Serie der Jinbei-Softboxen, welche sich durch das bewehrte „Schirmprinzip“ in unter 3 Minuten am Set aufbauen lässt. „Lass mal schnell ein Foto machen“ bekommt hier gleich eine ganz neue Bedeutung.

 

Yongnuo 565EX II & Nissin Di700a

Yongnuo YN565 EX IIJa, ja, die Asiaten – Nicht nur klein im Preis sondern auch groß in der Leistung. Schon mit dem ersten eTTL-Blitz ist Yongnuo ein großer Wurf gelungen und so wundert es nicht, dass ich heute gleich mehrere Systemblitze des Hersteller verwende. In Verbindung mit Beauty Dish, Softbox und Co. sorgen sie für stehts gutes Licht und sind ebenso als Gegenlicht nicht zu verachten.

Besonders gefällt das starke AF-Hilfslicht, welches selbst bei Nebel auf Konzerten oder in Clubs eine gute Fokussetzung zulässt. Mit dem YN622C(-TX) lassen sie sich wunderbar entfesselt nutzen.

Neben Yongnuo verwende ich seit der Anschaffung der 7DM2 zwei Nissin Di700a Blitze, welche ursprünglich durch Nikon-Pendants bekannt wurden. In der Optik und Bedienbarkeit ähnelt der Nissin keinem bekannten Systemblitz und das ist gut so. Das Wahlrad lässt sich schneller und intuitiver bedienen, als es durch irgend einen Blitz mit Display möglich wäre. Definitiv ein Geheimtipp!

 
 

Sonstiges Zubehör:

Lexar, Sandisk, Kingston, …

Lexar 16GB 1066x

Es ist ja immer so eine Sache. Man kauft sich für hunderte, gar tausende Euros eine neue Kamera mit Objektiven und Zubehör, spart aber dann bei den Speichermedien. So ging es mir am Anfang und ich habe es mit Datenverlust und schlaflosen Nächten bereut. Heute weiß ich, dass Markequalität nicht nur ein Name ist.

Ich setze aktuell bei meinen Speicherkarten auf renomierte Hersteller. Allen voran für CompactFlash Lexar, die mit Abstand die schnellsten Karten liefern und das noch zu günstigeren Preisen als die Konkurrenz. Für die Backuplösung auf SD-Karte habe ich verschiedene Hersteller kann aber nach jahrelangem Gebrauch vollstens Sandisk und Kingston empfehlen.

Bitte beachten: Tauscht die Speichermedien je nach Nutzung alle paar Jahre aus, denn sie können nur eine bestimmte Anzahl von Schreibzyklen verkraften. Um die Lebenszyklen zu verlängern hilft aber Formatieren statt Löschen der Karten.